HELMUT NEUGEBAUER, Flötist, Saxofonist und Komponist, ist seit den 80igern in die elektronische Musikszene involviert. Schon mit seinem Projekt „Die Vögel Europas“ nahm er viele Aspekte vorweg, die den Gang der Musik im eklektischen Niemandsland zwischen Jazz, Pop und elektronischer Musik von den Neunzigern bis heute bestimmen sollten. Nach der Auflösung der Band 1995 beschäftigte sich Neugebauer intensiv mit Drum`n`Bass und fand auf eine ganz neue Art „zurück“ zum Jazz:

„Ich betreibe leidenschaftlich musikalische Grundlagenforschung. Das Feinstoffliche meiner Instrumente, der Umgang mit vorproduziertem „toten“ Material (Samples) und die mit heutiger Technologie fast unbegrenzten Möglichkeiten der Belebung durch Echtzeitprozesse, faszinieren mich gleichermaßen.

Formal und inhaltlich bemühe ich mich um die Reduktion aufs Wesentliche.
Ich erzähle gern Geschichten, allerdings zunehmend abstrakte. Damit meine ich, dass ich, im Unterschied zur Klischeearbeit mit den Vögeln Europas, Klänge, die schon von sich aus ganze Assoziationsketten auslösen, eher vermeide.

Der Sound muss gehaltvoll sein, einen „Nährwert“ haben; mit dem Obertonspektrum eines Snaredrum-Samples kann ich Tage verbringen.“ (Helmut Neugebauer)